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Tipp: Hochsitze „streichen“ für Pirschbezirkler.

Im Staatsforst ist ja das Verwenden von Farben und Lacken für Hochsitze verboten. Wer dennoch nicht auf „Farbe“ bei seinen Sitzen verzichten will, kann folgendes verwenden (genehmigt von FBL Johannes Wurm, Nürnberg):
Das Beizen von Hochsitzen mit einer selbstgemachten Mischung aus Essig und Stahlwolle (Eisenacetat) ist eine hervorragende und günstige Methode, um rohes Holz witterungsbeständig und optisch unauffällig (silbergrau bis tiefschwarz) zu tarnen.

Herstellung der Beize
Materialien: Verwenden Sie handelsübliche Essigessenz (25 %) und 75% Wasser oder Haushaltsessig und feine Stahlwolle (am besten feinste Qualität, z. B. 000) ohne Seifenrückstände.
Mischen: Zupfen Sie die Stahlwolle auseinander und geben Sie sie in ein Glas. Gießen Sie den Essig darüber, bis die Stahlwolle vollständig bedeckt ist.
Reifezeit: Lassen Sie das Gefäß für mindestens 24 bis 48 Stunden offen oder nur locker abgedeckt stehen, da bei der chemischen Reaktion Wasserstoff entsteht und Sauerstoff benötigt wird.Filtern: Gießen Sie die dunkle Flüssigkeit vor dem Gebrauch durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter, um grobe Stahlwollreste aufzufangen.

Anwendung am Hochsitz (Gerbsäure Tannin):
Die Reaktion der Beize funktioniert am besten bei Hölzern mit hohem Gerbsäuregehalt (z. B. Eiche). Weichhölzer wie Fichte oder Kiefer nehmen die Farbe evtl. schwächer an, sägerauh ist besser als gehobelt.
(der „Tee-Trick“: Um ein dunkles Ergebnis auf Fichte zu erzielen, streichen Sie das Holz vor der Beize mit starkem, abgekühltem Schwarztee oder Kaffee ein. Die darin enthaltene Gerbsäure reagiert sofort mit der Beize. Tragen Sie die Beize mit einem Pinsel oder Schwamm gleichmäßig auf das trockene Holz auf. Der finale Farbton zeigt sich erst nach einigen Minuten, wenn die Flüssigkeit oxidiert.

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